Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Welches ist die beste Zahnpasta?

Das wichtigste beim Kauf einer Zahnpasta ist der Fluoridgehalt.
Er sollte bei Kinderzahnpasta zwischen 500 und 1000 ppm, bei Erwachsenenzahnpasta zwischen 1200 und 1500 ppm liegen. Zahnpasten, welche aufhellende Wirkung versprechen, sollten gemieden werden, da sie den Zahnschmelz möglicherweise schädigen können. Bei der Verwendung von fluoridfreien Zahnpasten sollte eine ausreichende Fluoridierung über die Nahrung erfolgen (z.B. fluoridiertes Kochsalz). Neuerdings gibt es fluoridfreie Zahnpasten, deren kariesprotektive Wirkung durch Zusatz von Hydroxylappatit, was Hauptbestandteil des natürlichen Zahnschmelzes ist, erzielt werden soll. Feinste Schäden im Zahnschmelz werden durch die Hydroxylappatitbestandteile dieser neuartigen Zahnpasten repariert.
Die Anwendung gänzlich fluorid- und hydroxylappatitfreier Zahnpasten ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht empfehlenswert. Prinzipiell hängt die Mundgesundheit jedoch nicht von der Zahnpasta ab, sondern von der Häufigkeit des Zähneputzens und der richtigen Putztechnik.

 

Was ist besser, die Handzahnbürste oder die elektrische Bürste?

Eine elektrische Zahnbürste erfordert tendenziell etwas weniger manuelles Geschick als eine Handzahnbürste. Aber auch mit der Handzahnbürste läßt sich ein sehr gutes Putzergebnis erzielen. Wichtig ist bei beiden, dass die Bürste bzw. der Bürstenkopf regelmäßig gewechselt werden, um die Putzeffektivität hoch zu halten und sowohl die Zähne als auch das Zahnfleisch nicht zu schädigen. Putzen mit einer Handzahnbürste ist deutlich günstiger. Zusätzlich zur Zahnbürste sollte Zahnseide und/oder eine Interdentalbürste verwendet werden. Die regelmäßige Anwendung einer Mundspüllösung bringt einen zusätzlichen positiven Effekt.

 
Soll ich meinem Kind Fluoridtabletten geben?

Nach den neuesten Richtlinien und dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist die Fluoridierung des Zahnschmelzes mit Hilfe von Zahnpasta und fluoridierten Nahrungsmitteln ausreichend. Die richtige Dosierung erweist sich allerdings als sehr schwierig, da die Menge der aufgetragenen Zahnpasta nie exakt die gleiche ist. Zudem hängt die Fluoridwirkung auf die Zähne von der Verweildauer der Zahnpasta im Mund ab. Je kürzer die Putzdauer, desto ineffektiver die Fluoridierung. Bei kleinen Kindern besteht zudem die potentielle Gefahr der Fluoridüberdosierung durch Verschlucken der Zahnpasta.

Fluoridtabletten hingegen haben einen genau definierten Fluoridgehalt und können mit aufsteigendem Alter in immer stärker werdenden Dosierungen verabreicht werden. Sie haben aber nur eine ausreichende Wirkung, wenn sie vollständig zerkaut werden, was sich wiederum bei kleinen Kindern als schwierig erweist. Werden parallel zu den Tabletten über Zahnpasta und Nahrung dem Körper zu viele Fluoride zugeführt, besteht die Gefahr einer Dentalfluorose.

Fluoridtabletten sollten nur noch in Ausnahmefällen und nach Absprache mit dem Kinder- und dem Zahnarzt verabreicht werden.

 

Ist Amalgam gefährlich?

Amalgam zählt zu den ältesten und am besten untersuchten Werkstoffen in der Zahnheilkunde und hat sein klassisches Einsatzgebiet als Füllungswerkstoff im nicht sichtbaren kaubelasteten Bereich der vorderen und hinteren Backenzähne. Amalgam ist sehr widerstandsfähig, langlebig, einfach zu verarbeiten und kostengünstig und stellte noch bis in die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Standardversorgung in der Füllungstherapie dar. Der Werkstoff kam in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen, da die Quecksilberionen, welche von einer Amalgamfüllung abgegeben werden, von vielen Medizinern und Naturheilkundlern besonders nach der Umwandlung zu sogenanntem „organischem Methyl-Quecksilber“ als gesundheitsschädlich eingeschätzt werden. Im April 2008 wurde eine sehr umfangreiche Amalgamstudie von der naturheilkundlichen Abteilung der TU München vorgelegt, welche keine schädigende Wirkung von Amalgamfüllungen auf den menschlichen Organismus nachweisen konnte. Somit sind intakte Amalgamfüllungen aus wissenschaftlicher Sicht auch heute noch als unbedenklich einzuschätzen. Ein Arzt oder Zahnarzt, der die Entfernung intakter Amalgamfüllungen aus gesundheitlichen Gründen empfiehlt, befindet sich somit nicht auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Allerdings sollte vielmehr der Patient entscheiden, welcher Füllungswerkstoff zur Restauration seiner Zähne Verwendung finden soll. Wer an der Unbedenklichkeit des Amalgams Zweifel hegt, sollte sich über Alternativen informieren. Wer Angst vor Amalgam hat, sollte sich besser davon trennen. Die Gesundheit eines Menschen ist nicht zuletzt auch „Kopfsache“ und nicht immer wissenschaftlich definierbar. In vielen Zahnarztpraxen findet Amalgam nach wie vor Verwendung, da die Amalgamfüllung immer noch die Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen darstellt. Der Anteil von Amalgamfüllungen an den insgesamt gelegten Füllungen nimmt jedoch stetig ab. Da die Akzeptanz bei den Patienten stetig schwindet und die Amalgamalternativen immer besser werden, ist damit zu rechnen, dass Amalgam in den kommenden Jahrzehnten vollständig aus dem zahnärztlichen Behandlungsspektrum verschwinden wird. Kinder bis 14 Jahren, schwangere und stillende Frauen, sowie Menschen mit einer Niereninsuffizienz oder Allergien gegen Amalgame dürfen nicht mit Amalgamfüllungen versorgt werden. In diesem Fall werden die Kosten für hochwertige Kompositfüllungen auch von den gesetzlichen Krankenkassen in vollem Umfang übernommen.

 

Kann ich mich unter Vollnarkose behandeln lassen?

Zahnbehandlungen unter Vollnarkose sind mit einem höheren Risiko behaftet als unter lokaler Betäubung und werden von den Krankenkassen nur bei Kindern, geistig oder körperlich stark eingeschränkten Patienten und bei Patienten mit psychiatrisch bestätigter Behandlungsphobie übernommen. Alle anderen Patienten müssen die Kosten für eine Vollnarkose auf Verlangen selbst tragen. In unserer Praxis werden keine Vollnarkosen durchgeführt. Die Kosten für eine Vollnarkose liegen bei etwa 400 Euro.

 

Sind prothetische Versorgungen auf Zahnimplantaten besser als herkömmlicher schleimhautgetragener Zahnersatz?


Den Zahnimplantaten gehört mit Sicherheit die Zukunft der Zahnheilkunde. Allerdings können Implantate nur unter ganz bestimmten sozialen, gesundheitlichen und anatomischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Falls die Bedingungen für das Setzen von Zahnimplantaten erfüllt sind und das periimplantäre Gewebe entzündungsfrei bleibt, stellen prothetische Versorgungen auf Implantaten bestimmt die komfortablere und nachhaltigere Versorgung dar. Zudem bleibt der Knochen im Bereich der Implantete erhalten, während er in zahn- und implantatlosen Kieferabschnitten mehr oder weniger stark abgebaut wird. Schleimhautgetragene Prothesen beschleunigen den Abbau des Kieferknochens im Bereich des Prothesenlagers. Die Versorgung mit implantatgestütztem Zahnersatz ist im Vergleich zu klassischen zahn- und/oder schleimhautgetragenen Versorgungen allerdings mit deutlich höheren Kosten verbunden.

 

Was ist besser, Metall oder Keramik?

Die neue Generation der Zirkon- und  Lithium-Disilikat-Keramiken hat einen echten Durchbruch für keramische Werkstoffe gebracht, da diese Keramiken sehr stabil und sehr einfach zu handhaben sind. Ihre Biokompatibilität  ist deutlich besser als diejenige von  Metallen und die Ästhetik ist ohnehin metallischen Restaurationen weitaus überlegen. Nichtsdestotrotz haben sich Metalle und insbesondere hochgoldhaltige Legierungen in der Zahnheilkunde bestens bewährt und werden auch in Zukunft ihren Platz unter den zahntechnischen Werkstoffen behaupten. Zudem ermöglicht die computergestützte CAD/CAM-Technik seit einigen Jahren Zahnersatz aus hochwertigstem Edelstahl zu fräsen. Zahnersatz aus Nichtedelmetall galt früher als Notversorgung für sozial schwächer gestellte Patienten. Per CAD/CAM-Verfahren hergestellter Zahnersatz aus Edelstahl erweist sich jedoch als echte Alternative zu Zahnersatz aus Edelmetall, da er frei von gußbedingten Lunkern und sehr passgenau ist. Dieser Werkstoff ist absolut korrosionsstabil und in Form und Funktion weitaus langlebiger als Gold. Zudem ist Zahnersatz aus Nichtedelmetall nach wie vor relativ preiswert. Bei Brücken mit großer Spanne oder auch bei der Doppelkronentechnik sind Metallversorgungen immer noch Standard.

Auch Zahnimplantate werden fast ausschließlich aus Reintitan und Titanlegierungen und somit aus Metall gefertigt. Vollkeramikimplantate haben sich aus technischen Gründen noch nicht durchsetzen können. Prinzipiell funktionieren diese aber ebenfalls sehr gut. Keramikimplantate werden zukünftig bestimmt eine deutlich größere Rolle spielen.